Kartoffel-Gratin mit Fenchelgemüse

Ich liebe Kartoffel-Gratin! Leider ist mir in den letzten Jahren kein einziges Mal eines gelungen und so konnte ich durchaus verstehen, dass Marc keine Lust mehr auf halbgare Kartoffeln und davonfließende Soße hatte. Anfang Januar durfte ich es aber noch ein Mal wagen. Sollte es misslingen wäre es mein letzter Versuch gewesen ;) Aber, Spoiler, es gelang! Und auch wenn Marc immer noch kein großer Fan von Kartoffel-Gratin ist, darf ich es nun auf diese Weise zwei Mal im Jahr zubereiten.

MAN BRAUCHT:
2kg Kartoffeln
300ml Sahne
200ml Milch
100g geriebenen Käse
Salz, Pfeffer, Muskat, Brühwürfel
Butterflöckchen

2 Knollen Fenchel
2 rote Paprika
500ml Gemüsebrühe

Die Kartoffeln schälen und z.B. mit dem Gurkenhobel in feine Scheiben hobeln. Eine Auflaufform mit Butter einfetten und ein Drittel der Kartoffelscheiben darin verteilen. Diese Schicht salzen und das zweite Drittel Kartoffeln darauf verteilen, wieder salzen, die restlichen Kartoffeln darauf schichten und zum letzten Mal salzen. Es klingt zwar nach viel Salz, aber bei zwei Kilos Kartoffeln minus Schale hat man eben auch viel Material an das Geschmack kommen soll.

Aus Sahne, Milch, Muskat, ca. 1 EL Brühpulver und Pfeffer eine Sauce anrühren und gleichmäßig über den Kartoffeln verteilen. Das Gratin mit Butterflöckchen garnieren und bei 180°C Umluft für vorerst (!) 45 Minuten in den Ofen stellen.

In der Zwischenzeit Fenchel und Paprika waschen, kleinschneiden und ungefähr drei Minuten lang scharf anbraten. Dann mit 500ml Gemüsebrühe aufgießem und bei geschlossenem Topf um die 20 Minuten garen.

Nach 45 Minuten – und bloß nicht früher ;) – den Käse auf dem Kartoffelgratin verteilen und es weitere 15 Minuten backen. Das Gratin lässt sich 1a schneiden und die Kartoffeln sind durch. Zauberei! Oder doch nicht? Der Käse war bei meinen bisherigen Gratins immer das Problem. Ich hatte ihn von Anfang an drübergestreut und zum einen ist er nach einer gewissen Backzeit zu dunkel geworden, zum anderen bildet er, sobald er verlaufen ist, eine Schicht über dem Gratin wodurch die Sauce nicht kochen, sich mit der Stärke der Kartoffeln (die deshalb roh sein sollten) binden und stocken kann. Geheimnis gelüftet *yay*

 

6 Comments

  1. Oh, das klingt toll! ♡
    Für wieviel Personen ist denn das Gericht? 2 kg Kartoffeln (+ der Rest) hören sich für mich schon irgendwie nach einer extrem großen Auflaufform an. Würden vier Leute davon gut satt werden?

    • Das war eine unserer größeren Auflaufformen, KONICS 34×24. Du kriegst sechs Stücke der abgebildeten Größe raus. Bei uns hat es für zwei Tage gereicht. Ich muss allerdings zugeben, dass ich bei Kartoffeln vermackte Stellen sehr großzügig wegschneide, ich schätze mal es waren nicht ganz 1,5 Kilos Kartoffeln in der Form. Was aber natürlich immer noch viel Holz ist :D

  2. Kartoffelgratin liebe ich auch sehr <3
    Aber irgendwie mache ich es viel zu selten… Das liegt vielleicht daran, dass ich bisher auch öfters Rezepte probierte, bei denen die Kartoffeln am Ende halbroh waren -.-
    Ein anderes Rezept liegt hier noch rum. Wenn das auch nichts ist, versuche ich deins ^^

    • Tatsächlich finde ich auch das Kartoffeln schälen und dann noch hobeln sehr aufwendig. Zum Glück hat Marc gehobelt während ich geschält habe, sonst hätten die Vorbereitungen echt ewig gedauert.

Begin at the beginning and go on 'till you come to the end: then stop.

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