Die Sache mit… den Weihnachtsfilmen

Der erste Schnee des zweiten Halbjahres 2017 fiel in unseren Gefilden schon vor einigen Wochen, seitdem ist die Landschaft immer mal wieder gepudert und dann auch wieder nicht. Irgendwie mangelt es mir in diesem Jahr an Weihnachtsstimmung, aber spätestens an Heiligabend wird sie hoffentlich aufkommen und wir werden uns fast drei Tage lang unseren weihnachtlichen Lieblingsfilmen widmen.

STIRB LANGSAM (1988) – ein typisch untypischer Weihnachtsfilm. Von Besinnlichkeit findet sich darin nicht viel, aber der Film spielt an Heiligabend auf einer Weihnachtsfeier. Geht es noch weihnachtlicher? Natürlich. Wenn nicht ganz so viele Leute sterben wie in Stirb langsam. Der body count ist recht hoch, der Film zweifellos ein Action-Film, aber zur Einstimmung auf Weihnachten nach der meist stressigen Vorweihnachtszeit passt er ganz gut und man kann dabei schön abschalten ohne sich groß konzentrieren zu müssen.

KEVIN ALLEIN ZU HAUS (1990) – eindeutig auch aus der Kategorie old but gold. Auch nach 27 Jahren (heute schon alt gefühlt?!) und mindestens ebensovielen re-watchs des Films kann ich ihn erstaunlicherweise noch nicht auswendig mitsprechen. Aber ich genieße jede Szene und entdecke jedes Jahr aufs Neue eine Kleinigkeit, die mir noch nie aufgefallen ist. Oder ich hab sie vergessen. Das Alter, ihr wisst ja… Kevin allein in New York finde ich grundsätzlich auch nicht verkehrt und es war definitiv dieser Film, der in mir den Wunsch geweckt hat, irgendwann mal Weihnachten in New York zu verbringen *WeihnachtsbaumamRockefellerCenter*, dennoch ist der Film kein alljährliches must-see für mich.

DER GRINCH (2000) – Dr. Seuss‘ Story habe ich erst durch den Film aus dem Jahr 2000 kennengelernt. Der Film wurde kurz vor Weihnachten im Jahr 2000 veröffentlicht und da ich damals in den USA war, bekam ich die volle Dröhnung US-amerikanische Weihnachten mit. Hab ich geliebt! Und den Film in seiner absolut überdrehten, kitschbunten Märchenhaftigkeit eben auch. Marc findet ihn saublöd, aber das kann mir die Freude daran nicht verderben. Mit dem Film und somit mit meinen US-amerikanischen Weihnachten verbinde ich einfach pures Weihnachtsglück.

TATSÄCHLICH… LIEBE (2003) – ich kann nicht mal genau sagen was mich an diesem Episodenfilm so sehr reizt. Vielleicht, dass Freud und Leid so nah beieinander liegen? Dass man nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus dem Leben diverser Personen sieht, was so viel Raum für eigene Vorstellungen lässt? Ich weiß es nicht. Aber ich LIEBE diesen Film und werde nicht müde ihn zu schauen. Gerne hätte ich euch jetzt verraten wer mein Lieblingspaar des Films ist. Aber ich kann mich nicht entscheiden :D Oh und bei der Schlussszene muss ich immer heulen!

Und zuletzt, die Mammut-Werke: Die großen Filmstudios haben es nicht schlecht gemacht und Teile großer Filmreihen immer pünktlich zu Weihnachten veröffentlicht, dadurch verbindet man sie automatisch mit der Weihnachtszeit. Entsprechend gehören für mich auch die Herr der Ringe-Trilogie (2001-2003) und inzwischen Der Hobbit (2012-2014) oder aber die Harry Potter-Filme (2001-2011) zu Weihnachten dazu. Obwohl ich große Ausdauer im Couching habe, darf es dennoch nicht alles davon sein, dieses Jahr schwanken Marc und ich noch ob wir uns lieber den Herrn der Ringe oder den Hobbit geben wollen.

Darüber hinaus überlege ich mir dieses Jahr endlich Der Polarexpress (2004) anzusehen und Die Schöne und das Biest in der Real-Verfilmung auszuliehen. Den Zeichentrickfilm habe ich 1991, natürlich kurz vor Weihnachten, als Pimpf im Kino gesehen und war hin und weg. Vom Bücherzimmer, natürlich :D Davon abgesehen muss ich wohl auch mal The Sound of Music (1959) und Ist das Leben nicht schön? (1946), die in meiner US-amerikanischen Gastfamilie die Klassiker schlechthin waren, gucken. Ich kann mich heute nämlich leider nicht mehr wirklich dran erinnern.

Welche Filme sind eure Weihnachts-Lieblinge?

22 Comments

      • „Der Polarexpress“ ist wunderwunderschön! Auch wenn mir beim letzten Mal schauen vor ca. 2 Wochen aufgefallen ist, dass es eigentlich seltsam ist, wie viele Kinderfilme es doch gibt, in denen die (Film-)Kinder einen nicht unerheblich langen Teil des Films eine Heidenangst haben… Dennoch, der Film ist sooooo schön! „Eine Weihnachtsgeschichte“ finde ich darf auch nicht fehlen! Vielleicht gefällt mir „Der Polarexpress“ auch deswegen so gut, weil in ihm doch auch viel vom Geist der Weihnacht rüberkommt, hach <3 Und "Nightmare before Christmas" hat einfach seinen ganz eigenen Stil, Weihnachtsliebhaber können den zu jeder Jahreszeit schauen.

  1. Definitiv gucke ich jedes Jahr um die Weihnachtszeit sämtliche Harry-Potter-Filme, „The Holiday“ (hach, Jude Law… *schmacht*) und „Love, actually“. Ohne diese Filme fehlt einfach was. Aber Kevin allein zu Haus wäre dieses Jahr eigentlich auch mal etwas, den habe ich schon ewig nicht mehr gesehen.

    Geniess die Vorweihnachtszeit!

  2. Ich habe doch tatsächlich nie „Kevin – allein zu Haus“ als Kind geguckt, dafür haben wir vor zwei Jahren mit dem damals fünfjährigen Tochterkind an Heiligabend aus Versehen reingezappt, sind hängen geblieben und haben damit wohl eine Tradition gegründet, denn letztes Jahr wurde der Film wieder gewünscht. Ohne das Tochterkind gucken wir auch seit Jahren schon abwechselnd HdR oder Harry Potter über die drei Abende hinweg. Und ich für mich selber „Liebe braucht keine Ferien“ beim Geschenke einpacken.

    • Das ist auch ein echt schöner Film. Den könnte ich dieses Jahr noch mal gucken, den gibt es auf Prime nämlich. Es ist so cool, dass sich auch die Kinder von heute noch für Kevin begeistern können :)

  3. „Kevin – Allein zu Haus“ hab ich bisher nur ein einziges Mal gesehen, und da war ich 6 oder so ^^
    „Tatsächlich… Liebe“ will ich jedes Jahr gucken, aber vergesse es immer wieder… Vielleicht denke ich ja dieses Mal dran.

    Was ich jedes Jahr schaue, ist „Nightmare before Christmas“ :) Das ist mein persönlicher Weihnachtsklassiker, und ich liebe ihn.
    Und zu Hause an Weihnachten selbst werden immer „Single Bells“ und „O Palmenbaum“ geguckt, ausnahmsweise keine US- oder englischen Filme, aber durchaus sehenswert ;D

    • Nightmare before Christmas habe ich tatsächlich noch nie gesehen :)

      Eine Sammlung deutscher Weihnachtsfilme fände ich eigentlich auch nicht schlecht, gibt doch bestimmt auch was von Loriot. Und die, wenn auch kurze, Weihnachts-Episode von Familie Heinz Becker ist auch super lustig :D

  4. Schön, dass du unsere kürzlich auf meinem Blog geführte Weihnachtsfilm-Unterhaltung nochmal aufgegriffen hast :)

    Mein Lieblingspaar aus ‚Tatsächlich … Liebe‘ hat leider umständebedingt nicht zueinander gefunden („To me you are perfect.“).

    Zu meiner 2014er-Lieblings-Weihnachtsfilm-Liste (http://blogworld-of-tira-mi-su.blogspot.de/2014/11/news_29.html) ist zwischenzeitlich eigentlich bloß noch ‚Liebe braucht keine Ferien‘ hinzugekommen ♡

    ‚Der Grinch‘ habe ich übrigens erst einmal gesehen (damalige Free-TV-Premiere) und ich fand den – glaub ich zumindest – ziemlich doof. Kann aber auch an Jim Carrey gelegen haben, denn den mag ich nicht.

    • Den Beitrag hab ich seit drei Jahrne in der Pipeline, in der Tat hat unser „Gespräch“ mich jetzt endlich mal motiviert ihn auch zu beenden :) Ich kenne übrigens wirklich niemanden, der den Grinch so mag wie ich. Komisch :D

      • Sollte der Beitrag ursprünglich ‚Die Sache mit … dem ersten Schnee‘ heißen? Ich frag nur wegen der URL, die mir gerade ins Auge gesprungen ist :D

        Falls es wider Erwarten anders bei dir angekommen sein sollte: ich habe absolut kein Problem damit, dass du das gleiche Thema aufgegriffen hast (egal, wann dir die Idee dazu gekommen ist). Bin dahingehend wirklich nicht empfindlich und habe deinen Beitrag sogar innerlich gefeiert, eben weil ich die Thematik mag :)

        Vom Grinch würde ich ja ganz gerne mal die Zeichentrickversion sehen, die sich Kevin beim New-York-Teil anschaut. Hab nur keine Ahnung, wann und wo der evtl. mal läuft.
        Any ideas?

        • Ja, eigentlich wollte ich was zum Schnee schreiben, mit diesem Bild, aber dann ist mir zum Schnee nur Ärgerliches eingefallen und ich hab den Beitrag für die Weihnachtsfilme draus gemacht :D

          Der Cartoon ist von 1966, 30 Minuten Laufzeit. Ich glaube den gibt es nicht synchronisiert, aber in den USA läuft er regelmäßig – Ausschnitte gibt es bei YT, hab grad mal geguckt :)

  5. „Der kleine Lord“ ist ein Muss – ich liebe diesen Film. Und natürlich „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ ;-) Außerdem schaue ich gerne die Muppets-Weihnachtsgeschichte. Und als ich letzten Sonntag zufällig bei „Herr der Ringe“ reingezappt habe, habe ich festgestellt, dass ich die Trilogie auch nochmal schauen könnte. Aber ansonsten bin ich jetzt nicht so der Weihnachtsfilm-Typ – so Schnulzen kann ich leider nichts abgewinnen.

  6. Kevin allein zuhaus guck ich wahrscheinlich am Samstag mit einer Freundin.
    Tatsächlich Liebe darf auch nicht fehlen. C hat mir versprochen am Freitag einen Weihnachtsfilm mit mir zu gucken, weil die letzten Tage so viel Football lief. Ich glaube ich werde mich für diesen Film entscheiden.
    Und Liebe braucht keine Ferien mag ich auch sehr gerne.
    Aschenbrödel habe ich vor ein paar Wochen durch Zufall gesehen.
    Der kleine Lord mag ich auch total.

Begin at the beginning and go on 'till you come to the end: then stop.

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