Thor: Ragnarok (Tag der Entscheidung) – 3D

Wir waren am Samstag zum ersten Mal für dieses Jahr im Kino. Könnte ein neuer, trauriger Rekord sein… aber so wirklich gereizt hat mich dieses Jahr nichts. Thor 3 hatte ich allerdings schon seit dem Sommer auf dem Schirm, denn obwohl mir die ganzen Superhelden-Filme mit ihren redundanten Plots inzwischen etwas auf die Nerven gehen, Thor und die nordische Mythologie gefallen mir und ich habe es schon im ersten Thor-Teil → mehr als genossen via 3D durch die Galaxie zu fliegen. Tatsächlich finde ich, dass sich 3D genau dann am meisten lohnt.

INHALT: Aus der Versenkung taucht auf: die verstoßene älteste Tochter Odins, Hela. Ihr Ziel ist es, die Macht über Asgard an sich zu reißen, wofür sie ihre beiden Brüder, Thor und Loki, äußerst effizient aus dem Weg räumt. Thor findet sich sodann auf einem Müllplaneten wieder wo er versklavt und als Gladiator eines verrückten Spielemachers in die Arena geschickt wird. Nun gilt es also nicht nur Asgard, sondern zuerst einmal sich selbst zu retten. Doch Thor findet unerwartet Hilfe.

FAZIT: Also ich hatte Spaß! Und hochkarätig besetzt war der Film auch noch! Neben Anthony Hopkins in seiner Rolle als Odin und Idris Elba als Heimdall, haben wir Cate Blanchett als Hela, Jeff Goldblum als Grandmaster, Karl Urban als Skurge und, zu meiner großen Begeisterung, Matt Damon, Sam Neil und Luke Hemsworth als Schauspieler, die ein Stück über Thor und Loki aufführen. [Von mir unbemerkt hat sich auch, mal wieder, Stan Lee in den Film geschmuggelt.] Ich liebe es, wenn hochdekorierte Stars sich nicht so ernst nehmen und auch mal in Rollen schlüpfen, die definitiv keine Oscar-Chancen haben. Tjaaaaa, Oscar-Chancen, die hat Thor: Ragnarok definitv nicht, doch ich vermute, das war auch nicht das Ziel der Übung. Bei dieser knallbunten Weltraum-Oper ging es vor allem um tolle Bilder, virtuose Kampfszenen und ganz viel Ironie – genau das gab es auch, unterlegt von erstklassiger Musik. Und nicht nur mit der Musik hat der neuseeländsiche Regisseur Taika Waititi Thor einen ganz neuen, eigenen Anstrich verliehen. Im Vergleich zu den beiden Vorgängern und anderen Marvel-Verfilmungen hat Thor: Ragnarok seine ganz eigene Disco-Retro-Note und ich LIEBE es! Für die Musik zeichnet Mark Mothersbaugh verantwortlich. Der Name sagte mir bislang nichts, wird mir aber in Erinnerung bleiben, genau wie die Musik, die einen ganz eigenen Synth-Retro-Charme hat und die Filmszenen hervorragend untermalt.

Über die Story lässt sich natürlich streiten, tiefgründig ist hier nichts. Es gibt einen Bösen bzw. in diesem Fall eine Böse, und die Guten müssen die Böse vernichten *dödö* Trotz dieses Schema X habe ich mich hier wesentlich besser unterhalten gefühlt als in anderen Superhelden-Verfilmungen, die in der Regel ja auch zum Thema hatten die irgendeine Welt vor dem Bösen zu bewahren. Der Weg zum Sieg über das Böse ist in Thor: Ragnarok einfach viele lustiger und weniger ernst, weniger dramatisch und melancholisch als in vergleichbaren Filmen und ich glaube, das hat es für mich ausgemacht. Dass die Handbremse kurz vor dem Prädikat Trash gezogen werden kann hat der Film letztlich Schauspielern wie Cate Blanchett als herrlich bösem Maleficent-Verschnitt, Tom Hiddleston als stets süffisant-schmierig lächelndem Loki und nicht zuletzt Chris Hemsworths fein geschnitztem Oberkörper zu verdanken. Also ich würde mir auch noch einen vierten Teil ansehen :) Marc fand den Film hingegen absolut schrecklich und wollte, nach eigener Aussage, drei Mal in 130 Minuten aufstehen und gehen. Man muss allerdings ergänzen, dass er von vorneherein keine Lust darauf hatte und nur mir zuliebe mitgegangen ist. Ich glaube, er mag insgesamt einfach keine lustigen Superhelden-Filme. Oder Lustiges. Oder Superhelden. Oder Filme ;)

ÜBRIGENS… nakura hatte vorgeschlagen fürs Beitragsbild die Kinokarte mit einem Hammer aus dem Werkzeugkasten in Szene zu setzen. Die Idee fand ich ECHT super, leider hatte ich aber vergessen Marc zu bitten mir einen Hammer aus der Werkzeugkiste zu geben bevor er ins Büro fährt. Selbst holen ging dann leider nicht, weil ich viel zu viel Angst hatte, dass in der Kiste oder ihrer näheren Umgebung Spinnen lauern könnten. Daher ein recyceltes Foto ;) Idee war trotzdem super und soll hiermit gewürdigt sein!

4 Comments

  1. Ich lese die Rezension mal besser noch nicht (also zumindest keinen Inhalt oder dein Fazit), da ich mir den Film demnächst selber auch noch anschauen möchte.
    Der Liebste und ich freuen uns schon seit Monaten auf diesen letzten Thor-Teil :)

  2. Wir waren heuer schon ein paar Mal im Kino, unter anderem in „Es“ haha. War aber meistens die 10€ nicht wert…

    Ich habe wieder angefangen zu bloggen, vielleicht hast du ja Lust, mal vorbeizuschauen oder mich sogar in deine Blogroll aufzunehmen :)

    Alles Liebe,
    Lisa

    • Wir waren auch reichlich irritiert wie teuer unser Kino nun ist. Aber ich vermute mal, die großen Kinos haben auch aufgeschlagen – da gehen wir nur erst recht nicht mehr hin und haben daher keinen Vergleich ;)

      Ich hab deinen Blog direkt mal gespeichert :)

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