Sebastian Fitzek: Flugangst 7A

Heute gibt es mal wieder eine Rezension zu einem Hörbuch. Immerhin zu einem brandaktuellen, Flugangst 7A ist der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek und auch wenn mich seine Bücher nicht jedes Mal totaaaaal vom Hocker reißen, sind sie in der Regel doch sehr spannend und ich höre sie gerne; vor allem, wenn Simon Jäger seines Amtes als Stammsprecher waltet.

INHALT:
Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben … (Text: Droemer-Knaur →)

FAZIT: Auch dieser Thriller war wieder spannend bis zum Schluss. Besonders brisant ist das von Fitzek erarbeitete Szenario vor dem Hintergrund des Flugunglücks 2015, als ein, den nachträglichen Recherchen zufolge psychisch höchst labiler, Co-Pilot einen Linienflug von Barcelona nach Düsseldorf nutzte, um seinem Leben und damit auch dem Leben 149 weiterer Menschen ein Ende zu setzen. Denn die Psyche eines Menschen, egal ob Bordpersonal oder Passagier, lässt sich nun mal nicht mittels Scanner und Flughafenüberwachung auswerten und aussortieren und an dieser Stelle beginnt Fitzeks Gedankenspiel.

Leider beschränkt sich Fitzek nicht auf das Geschehen im Flugzeug, was meines Erachtens genug Stoff für einen Thriller geboten hätte, sondern eröffnet noch zwei, im weitesten Sinne sogar drei, Nebenschauplätze, die natürlich alle etwas mit Mats Krämer, dem Psychiater an Bord des Fluges, zu tun haben. Vielleicht hätte es dem Thriller ohne die Ereignisse in Berlin an Logik gemangelt, dennoch fand ich das dortige Szenario viel zu übertrieben. Wie immer hat Fitzek seine Figuren mit allerhand absurden Lebens-Päckchen ausgestattet und an so mancher Stelle habe ich den Kopf geschüttelt, weil alles einfach viel zu krude und konstruiert war.

Trotz dieser eher negativen Beurteilung des Gesamtkonzepts, die ich so ähnlich auch bei Das Paket → formuliert habe, hat mich der Psychothriller gut unterhalten und ich würde ihn duchaus als Urlaubs- oder Wochenendlektüre weiterempfehlen. Bettlektüre ist das Buch allerdings nicht, da man uuuunbedingt wissen will wie es weitergeht und ihr wisst ja, das kostet den Nachtschlaf ;)

7 Comments

    • Noah (als Buch) hab ich abgebrochen… das bin ich nach 20 Seiten immer noch nicht drin gewesen. Das Kind (als Hörbuch) hab ich ebenfalls nicht beendet. Was mir echt gut gefallen hat, wenn du ihm noch eine Chance geben möchtest, ist Amokspiel (glaub sein erstes Buch) und Passagier 23 fand ich auch nicht schlecht.

  1. Ich habe kürzlich mal irgendwo gelesen, dass der Sitz 7F bei Fluggästen wohl der beliebteste bei den Buchungen sei … also quasi in der gleichen Reihe wie der im Buchtitel genannte Platz und auch am Fenster, aber halt an dem auf der rechten Seite.
    Tut hier zwar nicht wirklich was zur Sache und hat mit dem Buch auch überhaupt nichts zu tun, aber so konnte ich trotzdem mal noch ein bisschen rumsenfen ;)

  2. Ich habe „Das Paket“ ich glaube zwei oder drei Kapitel vor Ende zur Seite gelegt und nie wieder weitergelesen, ist n komischer Tick von mir. Denn da neben liegt noch ein Thriller, der auch kurz vor knapp einfach zur Seite gelegt wurde.
    Ach und daneben liegt das Buch Flugangst… :D Ich finde es bisher ganz gut, aber ja, ich finde die Nebengeschichte auch irgendwie zu viel. Zu viel um überall gleich viel mitzufiebern glaube ich.
    Aber vllt lese ich heute Abend nochmal weiter und beende mal die anderen Bücher.

    • Beim Paket würde ich auch nicht drauf beharren, dass man es zu Ende lesen muss *hüstl*

      Hihi, freut mich ja immer, wenn ich mit meiner Meinung nicht allein da stehe – in diesem Falle bei den vielen Erzählsträngen von Flugangst.

Begin at the beginning and go on 'till you come to the end: then stop.

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