Die besten Vanillekipferl der Welt

Vor Weihnachten und an Weihnachten sind Diäten doch einfach Käse. Die Fitnessstudios wären alle total traurig und enttäuscht, ja ihr ganzer Jahresplan im Eimer, wenn wir nicht pünktlich zu Neujahr mit den guten Vorsätzen beginnen, Süßigkeiten meiden und zum Sport rennen würden. Und destohalb und derowegen kommt jetzt mein/Omas Rezept für Vanillekipferl die einfach auf der Zunge zergehen… und sich auf den Hüften sanft niederlassen :P

MAN BRAUCHT:
250g Mehl
210g Butter
100g gemahlene Mandeln
80g Zucker
2 Pck Vanillezucker
Puderzucker zum Wenden

aa-vnllkpfrlDie Zutaten vermischen und zu einem kompakten Teig verkneten. Den Teig auf eine großes Stück Klarsichtfolie packen und mit/in der Folie zu einer langen Wurst rollen. Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank aushärten lassen. Ich habe den Teig sogar mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt, das geht auch problemlos sofern ihr keinen Stinkekäse drin lagert^^ Den Backofen auf 180° Ober/Unterhitze vorheizen.

Den, recht steifen, Teig aus dem Kühlschrank nehmen, ca. 1-2cm große Scheiben davon abschneiden, zu kleinen Würsten formen, leicht biegen (wie ihr eben findet, dass Kipferl aussehen sollen) und auf einem mit Backpapier belegtem Backblech verteilen – Abstand lassen, die Kerlchen breiten sich beim Backvorgang ein bisschen aus. Bei 180°C knapp 15 Minuten backen – je nach Vorliebe plus minus drei Minuten :)

Die Kipferl nur kurz erkalten lassen und dann großzügig, aber vorsichtig, wegen Bruchgefahr, in Puderzucker wälzen.

Ich mag diese Art des Kipferlteigs besonders gerne, weil der Teig aus sehr wenigen Zutaten besteht, Mandeln statt Haselnüssen verwendet werden (letztere vertrage ich nicht) und kein Ei drin ist. Darüber hinaus oder gerade deswegen? sind sie so richtig schön herrlich mürbe und zerschmelzen quasi auf der Zunge ♥

 

17 Comments

  1. Ich backe seit gefühlten 100 Jahren nach einem fast identischen Rezept (200g Butter, 100g Zucker, 100g Mandeln, 260g Mehl) und kann bestätigen, dass die lecker sind :-)! Bei mir kommt aber echte Vanilleschote rein und Puderzucker wird mit Vanillezucker gemischt zum Bestreuen. Ich stand vorletzten Samstag 12 (!) Stunden in der Küche und hab Plätzchen gebacken, den Freitag hatte ich schon mit meiner Mutter abends „Fleischwolfkekse“ gemacht. Am Ende hatte ich grad mal 2 große Keksdosen und eine kleine voll, ziemlich wenig im Vergleich zu sonst. Aber man denkt ja immer, man hat zu wenig gemacht und dann bleibt noch genug „übrig“ :-D…

    • Irgendwie ist das ohne Ei so ein uralt-Rezept. Meine Oma hat es auch von ihrer Oma und so weiter. Vermutlich herrschte da irgendwann in grauer Vorzeit mal arge Eier-Knappheit…

      • Ja, ich hatte mal irgendwo gelesen, dass die „richtigen“ Kipferl kein Ei haben. Woher ich mein Rezept habe, weiß ich nicht mehr, ich backe schon ewig danach, es ist aber kein Familienrezept. Ich kannte Kipferl als Kind nur von den weihnachtlichen „Westpaketen“ der in Bayern lebenden ungarischen Schwestern meiner Oma. Da gab es von jeder immer ein Weihnachtspaket. Und dann saßen wir gespannt alle um den Tisch und packten Strumpfhosen, Kaffee, Milkaschokolade,…und Milupa-Dosen im Weihnachtsdesign voll mit kleinen Weihnachtskeksen aus. Und es roch so unglaublich lecker! Mein Highlight des ganzen Jahres :-D! Das waren wirklich die allerbesten Kekse überhaupt! Meine Favoriten waren allerdings nicht die Kipferl, sondern mit Schokolade zusammengeklebte Nusskekse mit Schokolade obendrauf und einer Haselnuss. Solche dürfen daher in meiner eigenen Weihnachtsbäckerei kein Jahr fehlen. Leider ist dieses Jahr auch die zweite der Schwestern verstorben und ich habe keine Rezepte :-(.

          • Haha, ja, ich kann endlos Geschichten erzählen :-)! Die Keksdosen waren wirklich mein Highlight, wenn sich der Deckel öffnete, roch das ganze Haus und ich war im Himmel :-D! Nur leeeeeeider wohnte damals noch die Mutter meiner Oma mit im Haus, d.h., bei meinen Großeltern in der Wohnung, und die Pakete wurden an sie adressiert mit dem Zusatz, sie solle den Kindern (mein Name immer geschrieben wie gesprochen :-D) Süßigkeiten abgeben. Von der Schokolade bekam ich dann vielleicht mal eine zum Geburtstag vor allen Leuten, damit es hieß: „Oh mein Gott, so eine liiiiiiebe Uroma, die von ihrer eigenen Westschokolade abgibt… Meine Schwester bekam schon auch zwischendurch mit der Ansage: „Sag’s aber nicht deiner Schwester, die bekommt nichts!“ und die Keksdosen öffneten sich auch nur wenige Male. Nach dem Tod meiner Uroma fand meine Oma jede Menge gehorteter Schokolade im Schrank, die hatte einfach nichts abgeben wollen :-(. Zweites Highlight im Jahr waren die Klamottenpakete mit abgetragenen Sachen meiner Verwandten…meine Mutter schwärmt heute noch davon… :-)

    • Haselnüsse sind für mich echt kritisch. Wenn ich ein Rocher esse, bringt es mich nicht um, ich merke kaum was, aber weeeeehe ich erwische sowas wie ien Kipferl, das zu einem gigantischen Teil aus gemahlenen Mandeln besteht… dann tränen die Augen und kratzt der Hals. Ist ja bei Äpfeln bei mir leider genauso.

  2. Die liebe ich ja!
    Und ich diäte ja nun schon eine Weile (hätte ich mal das eine Jahr dieses bekloppte „10 Weeks Bodychange“ gelassen, was eh nichts gebracht hat… dann hätte ich erst seit diesem Mai entspannt, aber richtig schnell abgenommen), zu Weihnachten gönne ich mir aktuell aber auch ein paar Kekse.
    Mit Vanillekipferln verbinde ich auch eine wundervolle Kindheitserinnerung. Meine Eltern und ich wollten nach Weihnachten von meinen Großeltern (in der Eifel) nach Hause (an die polnische Grenze) fahren. Da hingen Vanillekipferl pötzlich an der Türklinke von Oma und Opa, die uns die Nachbarin für die 8-Stunden-Zugfahrt im alten Zug gegeben hat. Das waren damals meine ersten Kipferl und bis heute (gefühlt) die besten.

    Langer Rede kurzer Sinn: Ich muss auch dringend mal welche backen…

  3. mmmh, vanillekipferl <3

    du wirst lachen, aber ich bin gerade auf zucker-reduktion! es ist so schwer, keinen zu essen, und ich verkneife mir momentan die menge an süssigkeiten, die ich sonst immer pro tag vertilge. das ist vor allem in der weihnachtszeit echt fies, weil ich dauernd lebkuchen und co. essen möchte. aber ich versuche immer schon, vor weihnachten die bremse zu ziehen, damit ich nicht noch mehr zunehme.

    • Nein, da lache ich nicht drüber! Ich bin wirklich SÜCHTIG nach Zucker und weiß wie schwer es ist darauf zu verzichten bzw. den Konsum auch nur einzuschränken. Ich hoffe bei dir klappt es :)

  4. Neben Kokosmakronen gehören leider auch Vanillekipferl zu den Gebäckstücken, die mir am wenigsten zusagen. Diese Antipathie reicht bis in die frühe Kindheit zurück und liegt in erster Linie daran, dass ich echt noch nie Vanillekipferl gegessen habe, die nicht extrem trocken waren :(

Begin at the beginning and go on 'till you come to the end: then stop.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.