Hefezopf

*dummdidumm* Wie oft habe ich schon über Hefeteig geschimpft. Gründlich! Hefewürfel, Trockenhefe, egal, zu klebrig, zu trocken, zu zäh, ging nicht auf… Hefe und ich, wir kamen einfach nicht zusammen. An Ostern schickte mir Isy dann ein Rezept, dass sie für Alice-sicher hielt^^ Bedauerlicherweise geriet ich aber unter Zeitdruck, fand den Link nicht mehr und musste mir daher mit einem Rezept auf einem Grundbackbuch behelfen. Ja, so was hab ich ;) Und was soll ich sagen? Lucky me! Dieses Rezept ist einfach der Hit und nun wird es öfter Kuchen mit Hefe geben. Als Mitbringsel oder für den Schatz. Ich selbst stehe nicht so auf Hefe-Gebackenes.

MAN BRAUCHT:
500g Dinkelmehl
1 Prise Salz
1 Pck Trockenhefe (für 500 g Mehl)
250ml Milch
50g Zucker
1 Pck Vanillin Zucker
60 g Butter
1 Spritzer Zitronensaft
1 Ei
Eigelb zum Bestreichen
Hagelzucker zum Bestreuen

Foto

Ein Grund dafür warum mir Hefeteige nie gelungen sind, könnte der sein: die Temperatur der Zutaten! Vor allem das Ei sollte nicht Kühlschrank-kalt sein und die Milch 30 Minuten Sekunden in der Mikrowelle zu erhitzen kann nicht schaden, genausowenig wie die Butter zu schmelzen. Alle drei Punkte habe ich beachtet bevor ich ans Werk gegangen bin und vielleicht gelingt mir mein Gebacke daher jetzt auf einmal! Was man aus Backbüchern nicht noch so lernen kann…

Mehl und Salz sowie die Trockenhefe in die Küchenmaschine mit Knethaken füllen. Die lauwarme Milch, Zucker, Vanillinzucker, Zitronenspritzer Ei, Butter (Temperatur!!!!) nach und nach dazugeben. Den Teig gut durchkneten lassen, oder es eben selbst tun, und zB in einer Glasschüssel in den leicht vorgeheizten Ofen stellen. Dort sollte der Teig mindestens eine Stunde gehen und sich größenmäßig ca. verdoppeln. Im Anschlus klaubt man seinen Teig aus der Schüssel und muss ihn noch mal so richtig schön durchwalken. Falls er zu klebrig sein sollte, einfach Mehl dazu geben. Meiner hat gar nicht geklebt, es war einfach ein super elastischer Teig ♥ . Der es mir dann auch recht einfach machte Würste zu formen (an Ostern sechs für zwei Zöpfe) und Hefezöpfe zu flechten. Schade nur, dass mir da irgendwie jedes Talent für fehlt, wie man auf den Fotos sieht. Fertig gebacken sahen die beiden Dinger dann aber gar nicht mehr so schlecht aus^^ Fotos wurden an Ostern im Eifer des Gefechts aber vergessen.

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Geflochten habe ich übrigens direkt auf dem Backpapier auf dem Backblech. Den rumtragen wenn fertig geflochten wird schiwerig und ein Backblech buttern, wie es mein Backbuch vorsah, wollte ich nun echt nicht. Pf. Um den hübschen Glanzeffekt zu bekommen habe ich die Zöpfe noch mit Eigelb bestrichen und dann mit Hagelzucker bestreut, aber das muss ja beides nicht, wie man’s mag. Im Kommentar wurde mir von Ballet, books and butterflies der Tipp gegeben den Zopf erst nach etwas mehr als der Hälfte der Backzeit mit Eigelb zu bestreichen, dann würde er auch nicht so dunkel – MERCI BIEN! In dieser Form habe ich das Blech in den Backofen gestellt und die Zöpfe/den Zopf (wie gesagt, I did it twice) noch mal 20 Minuten gehen lassen. Nach den 20 Minuten habe ich den Backofen einfach auf 180°C aufgedreht und knapp 35 Minuten (Ober-/Untehritze) gebacken. Meine Mama ist aus dem Loben gar nicht mehr heraus gekommen und das halte ich für so was wie einen Ritterschlag. Ich denke ihr gefällt daran besonders, dass nicht übermäßig viel Zucker und Butter drin ist ;)

Hefezopf von innen

21 Comments

  1. Danke für das Rezept. Hört sich gut an.
    Und der Zopf ist schön geworden und man
    sieht es ihm an, dass er luftig, leicht und locker ist.
    Einen lieben Sonntagsgruß schickt
    Irmi

  2. Der sieht gut aus – kleiner Tipp für’s nächste Mal: Wenn du den Zopf erst 10 Minuten vor dem Ende der Backzeit mit Eigelb bepinselst, wird der Zopf nicht so dunkel. Hat mir mein Grundbackbuch beigebracht – und seit dem ist mir keiner mehr zu dunkel geworden;-)

  3. Hach, bin ich froh, dass Deine Mutter auch so ist mit wenig Butter und Zucker etc. ;o) Meine macht bedauerlicherweise auch immer weniger rein, auch wenns nach Rezept gebacken ist. Nicht gut. ;o)

    Meine Freundin hat mir Hefezopfmehl mitgebracht. Sie meinte, das sei der beste Hefezopf der Welt geworden! Werde den demnächst mal backen. Sie war selten so begeistert, also muss der echt mega sein…

    • Haha, ja, meine Mum und die Ernährung ;) Aber umso froher bin ich dann ihren Geschmack mal zu treffen!

      Davon hab ich ja noch nie was gehört, ich bin gespannt was du berichtest :)

  4. Wie süß du geflochten hast :-D! Mein Rezept ist fast gleich, aber mit normalem Mehl und ich nehme immer frische Hefe dafür. Die Butter knete ich immer zum Schluss unter, da die vorher auch evtl. die Hefe töten kann (kann, muss nicht ;-)). Ich fülle die Stränge immer noch mit einer Nussmasse. Wenn du nicht so gut im Flechten bist, kannst du auch nur einen Strang machen und diesen der Länge lang mit einer Schere durchschneiden und die entstandenen 2 Stränge umeinander wickeln. Die Enden kannst du jeweils unter den Zopf schieben, dann hat er auch schöne „Abschlüsse“. Wenn du eine runde Form mit Rohrbodeneinsatz hast, kannst du dort den Zopf dann auch reinlegen und sozusagen einen Kranz produzieren, mache ich sonst immer so, dieses Jahr hatte ich aber auch einen Zopf auf dem Blech. Dein Ergebnis sieht auf jeden Fall sehr lecker aus!

    • Ich hatte die Hälfte vergessen… :-D Ich meinte, ich mache einen Strang, schneide den dann der Länge lang EIN, nicht DURCH, also von jeder Seite bis kurz vor die Mitte und dann schlinge ich die 2 Stränge umeinander, erst von der Mitte bis zur einen Seite, dann zur anderen. Und zu dunkel geworden ist mir Hefegebäck noch nie, obwohl ich das Ei gleich drauf mache, nachdem ich geflochten habe. Ob es daran liegt, dass ich ein bisschen Zucker und Salz (und manchmal noch ein bisschen Milch) ins Ei mache, weiß ich aber nicht, mache ich schon immer so ;-). Ah, und ich backe heißer, dafür kürzer. So habe ich meinen Zopf mit 500g Mehl nicht ganz 30min gebacken…

  5. Ich muss meinen auch mal aus der Reihe wieder backen! Aber deiner sieht auch lecker aus, yummy. Meine Zutaten waren ja auch alle Zimmertemperatur, bzw. die Milch habe ich ja auch in der Mikrowelle erhitzt :) Er hat auch die Fahrt nach Deutschland total gut überstanden und schmeckte sogar am Sonntagmorgen noch total frisch! Aber am Samstag war eh schon über die Hälfte weggefuttert, weil alle ihn so lecker fanden, hihi! :D Aber den werde ich auch wieder machen, einfach delicious! <3

  6. Der Zopf sieht gut aus!!
    Wir haben heute auch unseren letzten Rest vom Hefezopf gegessen, welchen ich zu Ostern gebacken habe. In meinem hatte ich noch ein paar Rosinen drin und ich nehme frische Hefe.
    Das man die Zutaten vorher auf „Zimmertemperatur“ bringen soll, habe ich in meinen Rezepten auch schon oft gelesen, aber bisher wurde der Hefezopf auch immer gut, wenn die Zutaten direkt aus dem Kühlschrank kamen. :)

    LG
    patty

  7. Das wird! Zu dunkel ist er definitv aber noch.
    Wenn ich Hefezopf o.ä. mache, stelle ich mir alle Zutaten gut 30-45 Min. vorher raus. Wirklich alle Zutaten.
    Und zum gehen des Teiges stelle ich die Schüssel neben die Heizung, abgedeckt.
    Ich backe aber nur mit „richtiger“ Hefe.
    Und mache es so, weil ich es so von meiner Mutter gelernt habe. :-)

  8. Liebe Alice, dein Hefezopf lockt mich direkt aus meinem stillen Eckchen heraus :)
    Jahrelange Hefezopf-Experimente haben mich gelehrt, dass man Eigelb am besten mit zwei Schluck Milch verquirlt und erst dann auf den Zopf streicht. So wirds nicht zu dunkel und man muss nicht kurz vor Ende der Backzeit mit dem heißen Backgut hantieren.

    Lieben Gruß unbekannterweise,
    Jana385

  9. Moin, da mein erster Zopf am vergangenen Wochenende ebenfalls Ähnlichkeit mit der zitierten totgebratenen Ente aufwies, habe ich mal gesucht und gefunden: Wenn man das Eigelb mit einer Prise Salz und einem halben Teelöffel Zucker verrührt, wird es nicht so dunkel. Habs ausprobiert. Familie durfte das hübsche Ding essen und die Ente war ganz allein für mich :-)

  10. Also ich flechte meine Zöpfe nie RICHTIG ;) Will heißen, ich forme den Teig entsprechend, dann gehe ich mit der Schere hin und schneide der Länge nach von unten bis FAST oben den Teig durch. Dann einfach die beiden Stränge ineinanderschlingen. ( so Kordelmäßig ) sieht gebacken aus, wie geflochten. ;)

    LG

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