Umgedrehter Apfel-Strudel

Irgendwer bei uns im Büro startete im September die Apfelkuchen-Challenge. Chef brachte Äpfel aus dem Garten mit und ab dem Tag schlug sich die Besatzung des Raumschiff Enterprise XS darum mit dem Titel „bester-Apfelkuchen-Bäcker“ gekrönt zu werden. Gewinner war für mich eindeutig unser „Grieche“ (armer Kerl, kann so viel griechisch wie ich, nämlich Wasser bestellen, frohe Weihnachten wünschen, sich entschuldigen und hallo sagen, hat aber dank seines griechischen Namens den Spitznamen weg)! Der hatte einen himmlischen Apfelstrudel produziert und das Rezept klang auch noch so einfach! Schein trügt! Ich hab es Zuhause nachgemacht *hüstl*

MAN BRAUCHT:
Zimt-Zucker-Mischung
3 Äpfel
25g Butter
1 eckigen Blätterteig
viel Schwung!

Auf ein Backblech (nicht Rost, Blech!) legt man Backpapier und bestreut das dann großzügig mit Zimtzucker. Darauf verteilt man kleine Butterflöckchen. Die Äpfel werden geschält und geschnitten (ich kann keine Äpfel schneiden, deshalb sieht das auf dem Bild so krotzelig aus) und auf die Zimzuckerbutter-Mischung gelegt – das wird im Ofen karamellisieren und einfach nur toll sein! Der Grieche hatte beim Äpfel schneiden und auslegen einen künstlerischen Anspruch – leider war das Ergebnis verputzt bevor ich es hätte fotografieren können. Auf die Apfelschicht legt man den ausgerollten Blätterteig und schiebt die Herrlichkeit bei ca. 200°C ca. 15 Minuten lang in den Ofen.

Sich nach der Blätterteig-Fertigungs-Anleitung  zu richten hat bisher immer hingehauen. So weit, so einfach. Wenn der Teig aufgegangen und gebräunt ist, wird es tricky -.- Denn das Blech muss umgedreht werden! So, dass in letzter Instanz eben die Äpfel oben sind und der Blätterteig Boden ist. Verstanden? Nun, wie geht das? Wir haben einfach einen Rost genommen und den auf den Blätterteig gelegt, beschichtete Handschuh-Topflappen an und *schwupps* schnell umgedreht, sodass nun der Rost das Unterteil war. Ganz einfach, was? Ja, faktisch. Theoretisch. Praktisch. Wir hatten was wir wollten und es hat herrlich geschmeckt… aber leider flog beim Wendemanöver der Zuckersirup durch die Küche und zwar auf ALLES in Reichweite -.- Die Topflappen mussten entsorgt werden und wir finden heute noch Klebespuren in der Küche obwohl mittlerweile schon öfter geputzt wurde. So lecker es war, nein, dieses Experiment wird nicht wiederholt :D

10 Comments

  1. Aha, im Prinzip wie eine Tarte Tatin, sehr schön! Und jetzt noch der Tipp: Legen Sie erst Alufolie drauf, gut um die Kanten drücken und dann erst das Gitter drauflegen. Der Zuckersirup bleibt, wo er hingehört. Versprochen! (Anmerkung: In der Regel wird zu viel Zucker verwendet)

Begin at the beginning and go on 'till you come to the end: then stop.

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