FrauBrits Amerikaner

Vorsicht, ich bin heute etwas überdreht. Nach nur zwei Stunden Schlaf in der vergangenen Nacht (von wegen Feierei und Trinkerei, das Alter liegt im Bett und hört Drei Fragezeichen bis der Morgen graut!), viel Kaffee am Vormittag und einigem Guaraná-Doping im Laufe des Tages,  nicht zu vergessen der übliche Liter Grüntee, gleiche ich aktuell mehr einem Duracell-Häschen als der ruuuuuuuuuuhigen, gelassenen Alice, die ich mich sonst darzustellen bemühe. Dass ich komplett durch bin merke ich jetzt schon daran, dass ich nicht mehr weiß was ich Euch mit dieser Einleitung eigentlich sagen wollte… naja, kommen wir zum eigentlichen post:

Vor gefühlten Wochen hat Frau Brit, die sich urplötzlich und völlig unerwartet als Küchenfee entpuppte, ein Amerikaner-Rezept aus dem Hut gezaubert. Ich liebe doch Amerikaner! Ich kaufte sie früher auch immer gern in der Bäckerei und war jedes Mal enttäuscht, dass die ollen Dinge furztrocken waren -.- Nicht so bei Frau Brit! Ich kann schon nicht mehr zählen wie viele Päckchen Puderzucker und Becher Buttermilch ich seit der Entdeckung des Rezepts, pünktlich zu meinem Geburtstag freigegeben, also quasi M-I-R gewidmet, verbacken habe ;) Während die schlanke Frau Brit sechs Teilchen gebacken hat, hat die eher vollschlanke Alice direkt mal die dreifache Menge der Zutaten genommen. Ergebnis waren ca. 40 kleine Amerikaner, perfekt zum mitnehmen und die Kollegen beglücken:

MAN BRAUCHT:
600g Mehl
1,5 TL Natron
1,5 TL Salz
220ml Buttermilch
250g Zucker
2 Päckchen Vanillin Zucker
240g Butter
3 Eier

250g Puderzucker und Zitronensaft zum Glasieren

Frau Brit backt sehr gewissenhaft, mit vielen Schüsselchen und Hebefiguren, äh, Rührvarianten. Ich bin da etwas einfacher gestrickt: Eier, Zucker, Vanillezucker und Butter in der Rührmaschine schaumig schlagen, Buttermilch schlückchenweise dazu geben, Mehl, Natron und Salz dazu sieben, umrühren *tadaaaa* Nein, im Ernst, lest Brits Rezept ruhig etwas genauer als ich und denkt an das „unterheben“ – das trägt zur Fluffigkeit bei! Ich war nur, wie so oft, zu schnell *grmpf* Mein Ergebnis ist gut, aber kann es so gut sein wie das Original von Brit? We’ll never know, denn meine Faulheit in Sachen Schüsseln spülen siegte bisher immer und daher gibt es meine Amerikaner nur in der low-Schüsselanzahl-Variante.
Den so banal entstandenen Teig kleckst ihr mit einem Löffel und großzügigem Abstand zum jeweils nächsten Klecks und den Backblechrändern auf’s Backpapier – ca. zehn Minuten bei meinem Hammerofen und 180°C. Nach dem Abkühlen die Amerikaner auf der flachen Seite mit dickflüssigem Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft bestreichen, aushärten lassen, fertisch. Momentan könnte ich mich an den Teilchen tot essen, mein Bruder übrigens auch, und weil wir beide weder dick nocht tot sein wollen, werden sie in nächster Zeit nicht mehr zubereitet ;)
PS: Opa sagt, dass Amerikaner in der ehemaligen DDR Kameruner hießen… die durften nicht Amerikaner sagen, das waren doch die Bösen :D
So, nun ist mein Akku leer. Wir waren eben noch „kurz“ in der Stadt und ich habe einiges Unnötiges gekauft – Marc hat mich irgendwie nicht daran gehindert. Unter anderem ein T-Shirt, das ich euch morgen zeige. Und drei T-Shirts für Marc. Und was Kleines für meine fast 500 Leser :) Jetzt muss ich schlafen. Gute Nacht!

14 Comments

  1. Wenn überdreht=lustig-lustig ist, bitte mehr davon ;)
    Musste mich tot lachen :D
    Der Mann sagt immer, dass ich "fein" koche, wie so ein schicke Frau in feinster Kleidung (keine Ahnung wie er dazu kommt..) und deswegen habe ich gerade laut los geprustet, als ich Hebefiguren gelesen habe ;)
    Mann guckt auf, ich lese vor, er nickt und sagt: Sach ich doch.

    Aha :D

    Freue mich, dass sie euch schmecken, ich liiiiiebe sie auch und bin froh welche gefunden zu habe, die wie vom Bäcker schmecken. Schmackofatzo!!
    *ich hüpf dann mal weg*

  2. Ich habe die auch schon gebacken. Leider hatte ich nicht mehr soviel Puderzucker da. Sahen ziemlich komisch aus, aber hat dem Geschmack nicht geschadet.
    Frau Brit: Bitte mehr von solchen tollen Rezepten :)

  3. Die sehen verdammt lecker aus!
    Stimmt, beim Bäcker hießen die Kameruner, aber wir haben trotzdem Amerikaner gesagt. :-D

    Vorschlag: Da Du ja keine mehr essen willst, kannst Du bitte ein ganzes Blech voll backen und mir schicken, ja?

    Liebe Grüße!

  4. Hab jetzt nochmal überlegt, in Erinnerungen gekramt und dann noch Google bemüht! *lach* Kameruner und Amerikaner waren doch nicht das gleiche, deshalb haben wir doch Amerikaner gesagt. Kameruner waren pfannkuchenähnliche Teile (Berliner, Krapfen sowas halt).

    Und, bist Du schon am Backen für mich? *hihi*

  5. Amerikaner hab ich früher immer gehasst. Weil danach meine Zunge so komisch war. So taub irgendwie. Ich glaube, wegen dem Backpulver… aber wenn bei Dir Natron drinnen ist… sowieso hab ich jetzt durch den Post totalen Hunger auf die Dinger bekommen. Und das Rezept ist nicht kompliziert – perfekt für mich. Die werde ich am WE machen!

  6. Also ich als DDR-Kind kenne die auch nur unter Amerikaner, Kameruner sagt mir gar nichts. Das Amerikaner-Rezept ist von Chefkoch, es ist das Rezept mit der besten Bewertung. Kann ich allerdings nicht bestätigen, mir waren sie trotz dass ich mich genau an die Anleitung gehalten habe, zu fest und auch geschmacklich keine Bombe (hab die zweite Ladung auch kürzer gebacken und trotzdem…), hatte sie den Kollegen meines Freundes ins Rathaus gebracht und mich ein bisschen geschämt für das Ergebnis. Die haben sich auch nicht so drauf gestürzt wie sonst, die sind besseres gewohnt von mir ;-). Aber Geschmäcker sind ja auch verschieden :-).

  7. :D meepmeep *wooooooooossshh*

    sieht gut aus… ich schätze, da muss ich auch ran… vielleicht gleich am wochenende mal testen… wenn ich denn natron finde :D

    in der ddr hießen amerikaner auch amerikaner… alles andere sind gerüche… äh… gerüste… na weißte schon

  8. Mir geht es auch tierisch auf die Nerven, jetzt schon wieder von Herbst- und Wintermode zu lesen. Der Sommer ist ja noch nicht mal richtig da!
    Gewitter hatte es bei uns nur ein bisschen gestern Abend, dabei liebe ich Gewitter auch und könnte stundenlang am Fenster stehen …

  9. Hmmm, Amerikaner … du machst mich schwach! Ich liebe die Dinger, wenn sie schön saftig sind.
    Probiere ich vielleicht auch mal aus, ist ja bald Geburtstag …
    LG

Begin at the beginning and go on 'till you come to the end: then stop.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.